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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Pflanzenvorstellung. Heute wollen wir uns mal um einen Baum kümmern, nämlich die Eiche. Die Eiche gehört zur Familie der Buchengewächse. Sie ist ein sommergrüner Laubbaum und kann bis zu 40 Meter hoch und sage und schreibe 3 Meter im Umfang haben. Die Rinde der Eiche verändert sich dabei in der Zeit. Ist sie noch jung, ist sie so leicht, grau, grün glänzend. Und je älter der Baum wird, umso rissiger und borkiger wird die Rinde und bildet dann tiefe Längsrisse. Auch wenn viele das vielleicht nicht glauben mögen. Man kann aus der Eiche allerlei Leckeres zaubern. Zum einen kann man die jungen, frischen Blätter im Frühling nehmen und daraus leckere Salate oder sogar Gemüsegerichte machen. Und genauso gut kann man die Eicheln der Stieleiche dazu verwenden, entweder eine sehr leckere Nougat Creme daraus zu machen und aus den Eicheln der Stieleiche einen hervorragenden Kaffee rösten. Die Eiche gehört zur Familie der Buchengewächse, den sogenannten fagaceae. Der wissenschaftliche Name ist Quercus robur. Die Inhaltsstoffe sind unter anderem Gerbstoffe, Tannine, Bitterstoffe, Gallussäure, Quercin und Quercetin. Angewendet wird die Eiche für Durchfallerkrankungen, Erkrankungen des Darms im Allgemeinen, Ekzeme, Wunden und zur Blutreinigung. Ihre Eigenschaften sind adstringierend, entzündungshemmend und antibakteriell. Wussten Sie, dass durch fossile Funde im Tagebau Hambach, das es bei uns ja nicht so weit weg nachgewiesen werden konnte, dass es Eichen schon im sogenannten Tertiär, also nach der Kreidezeit, vor ungefähr 66 Millionen Jahren gegeben hat? Sie ist in Mitteleuropa die am weitesten verbreitete Baumart und wächst sogar bis zu 1000 Meter Höhe in den Alpen. Und da fragt man sich, warum sie ein Symbol für die Ewigkeit ist. Die Eiche gilt als Baum der Stärke, was nicht ganz verwunderlich ist bei 3 Meter Umfang. Ja, und deswegen war er auch bei den Kelten ein alter Orakelbaum und bis ins Mittelalter hinein wurde die Eiche verehrt. Es wurden Wünsche in die Äste gehangen, er wurde für Beschwörungen und okkulte Handlungen benutzt. Das war den lieben Mönchen und Äbten ein echtes Dorn im Auge. Und deswegen wurden leider im Mittelalter sehr viele Eichen gefällt und damit dort nie wieder eine Eiche wachsen konnte wurden ganz oft Kapellen oder sogar ganze Kirchen draufgesetzt, denn nur so konnte gewährleistet werden, dass dieser heidnische Aberglaube zerstört wird. Und der ehemalige okkulte Ort zu einem Ort des christlichen Glaubens wurde. Natürlich hat auch die Eiche Magisches an sich. Kleine Eichenzweige, vor den Fenstern aufgehängt, sollten früher vor Hexen schützen. Und weil man ja das Haus auch mal verlassen musste, deswegen machte man sich kleine Eichelamulette. Man nahm das Köpfchen ab, höhlte die Eichel darin aus, füllte sie mit, zum Beispiel Beifuß und Kiefernnadeln, fügte die zwei Hälften wieder zusammen und band es sich um den Hals, um gegen Verwünschungen und Verhexungen gefeit zu sein. Schöner Brauch und sieht auch noch ganz niedlich aus. Und wenn Ihr mehr über die Pflanzen der Jahreszeiten kennenlernen möchtet, dann schaut doch mal auf meine Internetseite https://eifelherbs.de/ da gibt es viele interessante Artikel zum phänologischen Kalender und auch meine Kurse zu den Wildkräutern der einzelnen Jahreszeiten. In meinen Kursen lernst Du die Wildpflanzen kennen und dazu erhältst Du noch Rezepte aus der Küche aus der Naturkosmetik aus der Hausapotheke Spiel- und Spaßideen für Kinder und das alles passend für die jeweilige Jahreszeiten.

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